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Die Bedrohung der letzten fliessenden Wildbäche in der Schweiz hat sich in den letzten Monaten massiv verschärft. Der Laubeggfall unterhalb Zweisimmen, welchen ich während den Outdoor Games 2005 befahren haben, steht zum jetzigen Zeitpunkt als Symbol für die unmittelbare Bedrohung. Dessen Wasserkraft wird in naher Zukunft für die Stromgewinnung genutzt. Obwohl dieser ja nicht unmittelbar für den Kayakfahrer als "wichtig" eingestuft werden muss, ist dieser doch nur die Spitze des aktuellen "Eisbergs":
Rund 95 Prozent der erschliessbaren Wasserkraft ist in der Schweiz bereits genutzt. Kein Land nutzt seine Gewässer derart. Nun droht den letzten frei fliessenden Gewässern neue Gefahr: Sie sind von neuen Kleinwasserkraftwerken, Ausbauten sowie durch Reaktivierungen stillgelegter Kraftwerke bedroht. Insbesondere die kostendeckende Einspeisevergütung führt zu einer Goldgräberstimmung und einem Wildwuchs. Insgesamt sind bereits 540 Projekte für die staatliche Subventionierung angemeldet.
Wo diese Werke realisiert werden, ist nicht bekannt. Der Bund hat es versäumt, planerisch festzulegen, welche Gewässer noch genutzt werden sollen. Klar ist, dass auch intakte Gewässer bedroht sind. Das ist nicht akzeptabel. Unhaltbar ist auch die Geheimhaltung der vielen Projekte, welche jegliche Koordination und übergeordnete Planung verhindert.
Höchste Alarmstufe besteht, wenn Pläne ohne das Wissen der Öffentlichkeit konkret werden. Ich frage alle schweizerischen Paddler an, aufmerksam zu bleiben und vorallem die Amtsblätter aufmerksam zu verfolgen und zu lesen. Sollten konkrete Bauvorhaben darin aufgeführt werden, bleiben lediglich 30 Tage dagegen Rekurs einzulegen!!!
Der WWF ruft alle Paddler, Wasserfreunde und sonstigen engagierten Bürgerinnen und Bürger dazu auf, zu melden wenn sie von Ideen oder konkreten Projekten für Wasserkraftwerke erfahren haben.
Ruft den WWF unter der Nummer +41 44 297 21 21 an oder füllt DAS MELDEFORMULAR aus.
Ziel ist eine Liste zu erstellen und öffentlich zugänglich zu machen, welche alle gelanten Anlagen aufführt. Der WWF ermöglicht damit, dass alle betroffenen Kreise frühzeitig mitreden können. Nur so lassen sich die letzten intakten Bäche retten.
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